Montag, 5. November 2012

REFLEXION

Rummler K. / Wolf K.: Lernen mit geteilten Videos: aktuelle Ergebnisse zur Nutzung, Produktion und Publikation von Onlinevideos durch Jugendliche
http://www.uibk.ac.at/iup/buch_pdfs/9783902811745.pdf#page=254


Informelles Lernen, also Lernen außerhalb von Schulsystemen bzw. außerhalb verschiedener Bildungsinstanzen findet bei uns Menschen ständig statt. Aus dem Artikel geht hervor, wie bedeutsam das Internet für unsere Gesellschaft geworden ist. Es zeigt sich, dass nicht nur die Informationsbeschaffung, Downloads, soziale Netzwerke, usw. eine wesentliche Rolle spielen, sondern lernen mit selbst gestalteten Videos, die ins Netz gestellt werden, stattfinden kann. 

Das Lernen durch Videos spricht grundsätzlich alle vier Lerntypen, den visuellen, den motorischen, den auditiven und den kommunikativen Lerntyp, an, sofern, für den kommunikativen Lerntyp ein Chat zur Verfügung steht, in dem er mit anderen über die Lerninhalte ins Gespräch kommen kann oder sich Leute im Anschluss sucht mit denen er diskutieren kann. Werden diese interaktiven Lernerfolge in unser Langzeitgedächtnis gespeichert oder behalten wir diese Inhalte nur in unserem Kurzzeitgedächtnis?

Die Nutzung, die Produktion und die Publikation von Videos setzen Kompetenzen voraus, die uns in unserer Persönlichkeitsentwicklung weiterbringen. Die IT-Branche wird immer populärer und wie wir alle wissen wäre ein Computer und das Internet nicht mehr wegzudenken. Alleine an der Uni zählt eine technische Kompetenz, sowie das Netbook und ein Internetzugang zu den Voraussetzungen, um überhaupt studieren zu können.

Wenn ich an den brisanten Fall von Amanda Todd denke, sitzt mir der Schauer heute noch im Nacken. Amanda nahm sich das Leben, weil sie dem Cybermobbing zum Opfer fiel. Stellt man ein Video ins Internet und teilt dieses auch noch ist ein auslöschen in den meisten Fällen nicht mehr möglich. Für lehrreiche Publikationen auf jeden Fall eine wunderbare Archivierungsmöglichkeit. Einmal im Internet, immer im Internet! Neben brauchbaren Videos findet man in YouTube auch viel Perversität und skurrile Sachen, die für jedermann egal welchen Alters zugänglich sind. Hat man das Video von Amanda Todd übersehen? Auch diese Geschichte besitzt sozialen Lerncharakter, oder nicht?

Meines Erachtens sollte es Filtersysteme geben, die bevor Videos auf einer Plattform, wie zum Beispiel YouTube, veröffentlicht werden auf ihren Inhalt hin geprüft werden. Dadurch würde sich für das Lernen mit geteilten Videos eine Qualitätssicherung ergeben.

Bettina

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen