Der Artikel behandelt das
Thema der Integration von Volksgruppen in Deutschland anhand der Errichtung
eines Computerclubs. Das Konzept setzt an den Faktoren 1. Haltung zur eignen
kulturellen Identität sowie 2. Die Intensität der Beziehungen zu anderen
Gruppen an. Es kommt zur Anwendung von sozio-kultureller Lernkulturen. Man
beobachtet Prozesse der Eingliederung die sich in fünf verschiedenen Phasen
zeigen. Vor-Kontakt, Kontakt, Konflikt, Krise bis hin zur Adaptionsphase.
Etabliert wurde diese come_IN: CLUBS in Gemeinschaften, die ihre Identität
abseits von anderen gebildet haben. Hier stehen häufig niedriges
wirtschaftliches, kulturelles und soziales Kapital in Wechselwirkung
zueinander. Ein sehr interessanter Ansatz, der für mich sehr spannend und
interaktiv angegangen wird. Integration auf diese Art und Weise zu realisieren
finde ich sehr klug. Hier werden Gruppen aus verschiedenen Provenienzen, in
diesem speziellen Fallbeispiel aus der Türkei mit in Deutschland sozialisierten
türkischen Gruppen und Deutschen gemischt. Es wird dieser Gruppe eine Aufgabe
gegeben, die zur Lösung die unterschiedlichsten Ansatzwege offen lässt. Hier
verbessert ein erhöhtes Sprachverständnis die Zusammenarbeit, diese steht aber
nicht als Ziel im Raum. Das Ziel ist die Erreichung einer Aufgabe, die es verlangt,
dass sich die Gruppe als Ganzes auf neue Bedingungen einlässt. Es ist nicht
notweniger weise so, dass die zu integrierende Gruppe über weniger Vorwissen
verfügt. Der Effekt des gegenseitigen Helfens kann hier wunderbar angewendet
werden. Im Zuge dessen ist es von Vorteil, sich auch sprachlich verbessert
auszudrücken. Ich bin der Ansicht, wenn der Gruppe ein Ziel vor Augen ist, dann
ist die Erreichung dieses Zieles wichtig und erfordert Wege des informellen
Lernens. Hier sind alle Mittel, die ein besseres Voranschreiten erlauben,
richtig. Auch der Erfolg am Ende der Arbeit, das Erreichen eines Zieles oder
auch schon die Lösung eines Problems ist immer ein Schritt der gegenseitigen
Kommunikation. Je mehr kommuniziert wird, desto besser entwickelt sich das
Projekt und damit auch die sprachliche Kompetenz.
Der Artikel zeigt mir auch,
das die Vorbereitungsarbeit von bedeutender Roller ist. Hier haben die Forscher
sich auf viele neue Situationen einlassen müssen und im Feld erkannt, welche
Methoden anwendbar sind und was verbesserungswürdig ist. Interessant war auch
das die Grundbedingung der Teilnahme der Jugendlichen die Begleitung durch
einen Elternteil war. Diese Forderung musste zwar ein wenig gelockert werden,
wurde aber mit der Regel einen älteren Familienangehörigen mit zu bringen gut
gelöst. Auch haben sich die gruppendynamischen Prozesse erst im Laufe des
Projektes entwickelt, man stellte z.B. fest, dass es nicht sinnvoll ist, in den
2 Stunden der Clubtreffen von Beginn an gleich mit Projekten voranzuschreiten.
Es haben nicht alle Teilnehmer die Uhrzeit einhalten können. So entschloss man
sich am Beginn zu einer Gruppendiskussion, in der allfälliges besprochen wurde.
Die Idee der come_IN-Computer
Clubs hat mich sehr inspiriert. Ich finde die Kombination des vernünftigen
technischen Hilfsmitteleinsatzes im
Erreichen von Zielen sehr wichtig. In diesem Fall werden die Kompetenzen durch
die Gemeinschaft und die kulturelle Vielfalt erweitert. Das ist faszinierend.
Wie man den Artikel entnimmt, sind die Clubs auch gut angenommen worden, wen
auch das eine oder andere Koordinationsproblem aufgetreten ist.
Selbstverständlich ziehe ich
Parallelen zu unserem Seminar, in dem ich auch durch die Unterstützung der
anderen mein Wissen über das bloggen erweitert habe. Hier spielten die
Gruppendynamik und der Wunsch des Erreichens eines Zieles eine große Rolle.
Ganz persönlich ist dieser
Artikel für mich mehr als interessant, da ich Ernährungstrainerin bin und ich
der Meinung bin, dass auch die Ernährung heute einen Integrationsprozess
durchlaufen müsste. Ernährung hat es verschlafen, sich in vernünftiger Form in
die einzelnen Lebensmodelle der Menschen zu integrieren. Es wird einfach keine
Rücksicht genommen, weil offensichtliche Probleme nicht sofort auftreten. So
ist es meiner Meinung auch mit dem Thema der Integration von Menschen, die
ihren Lebensmittelpunkt in anderen Ländern, als ihren Geburtsländern gefunden
haben.
Speziell gefällt mir auch,
dass durch die Abhaltung dieser Clubs die technische Kompetenz der Teilnehmer
erhöht wird. Das geschieht ohne großen Aufwand. Denn wie auch bei mir, fehlt es
oft nur an kleinen Hilfestellungen, die großes bewirken.
Einer der wirklich sehr
aufschlussreichen Punkte des Artikels war auch, dass es Kindern anfänglich noch
schwer gefallen ist, in Diskussionen ihren Standpunkt gegenüber den Erwachsenen
zu vertreten. Die Forscher reagierten mit speziellen „Anfangs-„ und
„Abschlussrunden“, in denen auch die jüngeren Moderieren durften. Eine kluge
Kombination, die auch dem jungen Auditorium Stimme verlieh. Alles in allem eine
sehr interessanter Artikel der viel Potential in sich birgt. Ich würde mir
wünschen, dass es öfters zu solchen Projekten kommt. Das hier ein Verständnis
entsteht, Integration auf allen Ebenen walten zu lassen. Das wir in Zukunft
fähig sind, unsere Kultur nicht als etwas Statisches und unveränderbares zu
sehen, sondern als einen Prozess des ständigen Veränderns. Wie heißt es so
vielsagend: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“. Das muss aber
auch gelebt, zugelassen und erlebt werden. Über Integration zu reden ist die
eine Seite, Integration zu leben ist zum Beispiel die Errichtung von vielen
come_IN-Computer-Clubs mit den unterschiedlichsten Themen und Zielvorstellungen.
Vielen Dank für ihre
Aufmerksamkeit!
Christine
Hallo Christine,
AntwortenLöschendeine Reflexion gefällt mir sehr gut. Ich habe das gleiche Thema gewählt und finde es interessant auch eine Sichtweise von jemand anderem zu sehen. Das regt mich auch gleich wieder zum Nachdenken an :)
Liebe Grüße Melissa