Donnerstag, 25. Oktober 2012

Reflexion

Reflexion des Textes: come_IN: Interkulturelle Computerclubs zur Förderung von Integrationsprozessen

Der Artikel behandelt das Thema der Integration von Volksgruppen in Deutschland anhand der Errichtung eines Computerclubs. Das Konzept setzt an den Faktoren 1. Haltung zur eignen kulturellen Identität sowie 2. Die Intensität der Beziehungen zu anderen Gruppen an. Es kommt zur Anwendung von sozio-kultureller Lernkulturen. Man beobachtet Prozesse der Eingliederung die sich in fünf verschiedenen Phasen zeigen. Vor-Kontakt, Kontakt, Konflikt, Krise bis hin zur Adaptionsphase. Etabliert wurde diese come_IN: CLUBS in Gemeinschaften, die ihre Identität abseits von anderen gebildet haben. Hier stehen häufig niedriges wirtschaftliches, kulturelles und soziales Kapital in Wechselwirkung zueinander. Ein sehr interessanter Ansatz, der für mich sehr spannend und interaktiv angegangen wird. Integration auf diese Art und Weise zu realisieren finde ich sehr klug. Hier werden Gruppen aus verschiedenen Provenienzen, in diesem speziellen Fallbeispiel aus der Türkei mit in Deutschland sozialisierten türkischen Gruppen und Deutschen gemischt. Es wird dieser Gruppe eine Aufgabe gegeben, die zur Lösung die unterschiedlichsten Ansatzwege offen lässt. Hier verbessert ein erhöhtes Sprachverständnis die Zusammenarbeit, diese steht aber nicht als Ziel im Raum. Das Ziel ist die Erreichung einer Aufgabe, die es verlangt, dass sich die Gruppe als Ganzes auf neue Bedingungen einlässt. Es ist nicht notweniger weise so, dass die zu integrierende Gruppe über weniger Vorwissen verfügt. Der Effekt des gegenseitigen Helfens kann hier wunderbar angewendet werden. Im Zuge dessen ist es von Vorteil, sich auch sprachlich verbessert auszudrücken. Ich bin der Ansicht, wenn der Gruppe ein Ziel vor Augen ist, dann ist die Erreichung dieses Zieles wichtig und erfordert Wege des informellen Lernens. Hier sind alle Mittel, die ein besseres Voranschreiten erlauben, richtig. Auch der Erfolg am Ende der Arbeit, das Erreichen eines Zieles oder auch schon die Lösung eines Problems ist immer ein Schritt der gegenseitigen Kommunikation. Je mehr kommuniziert wird, desto besser entwickelt sich das Projekt und damit auch die sprachliche Kompetenz.

Der Artikel zeigt mir auch, das die Vorbereitungsarbeit von bedeutender Roller ist. Hier haben die Forscher sich auf viele neue Situationen einlassen müssen und im Feld erkannt, welche Methoden anwendbar sind und was verbesserungswürdig ist. Interessant war auch das die Grundbedingung der Teilnahme der Jugendlichen die Begleitung durch einen Elternteil war. Diese Forderung musste zwar ein wenig gelockert werden, wurde aber mit der Regel einen älteren Familienangehörigen mit zu bringen gut gelöst. Auch haben sich die gruppendynamischen Prozesse erst im Laufe des Projektes entwickelt, man stellte z.B. fest, dass es nicht sinnvoll ist, in den 2 Stunden der Clubtreffen von Beginn an gleich mit Projekten voranzuschreiten. Es haben nicht alle Teilnehmer die Uhrzeit einhalten können. So entschloss man sich am Beginn zu einer Gruppendiskussion, in der allfälliges besprochen wurde.

Die Idee der come_IN-Computer Clubs hat mich sehr inspiriert. Ich finde die Kombination des vernünftigen technischen Hilfsmitteleinsatzes  im Erreichen von Zielen sehr wichtig. In diesem Fall werden die Kompetenzen durch die Gemeinschaft und die kulturelle Vielfalt erweitert. Das ist faszinierend. Wie man den Artikel entnimmt, sind die Clubs auch gut angenommen worden, wen auch das eine oder andere Koordinationsproblem aufgetreten ist.

Selbstverständlich ziehe ich Parallelen zu unserem Seminar, in dem ich auch durch die Unterstützung der anderen mein Wissen über das bloggen erweitert habe. Hier spielten die Gruppendynamik und der Wunsch des Erreichens eines Zieles eine große Rolle.

Ganz persönlich ist dieser Artikel für mich mehr als interessant, da ich Ernährungstrainerin bin und ich der Meinung bin, dass auch die Ernährung heute einen Integrationsprozess durchlaufen müsste. Ernährung hat es verschlafen, sich in vernünftiger Form in die einzelnen Lebensmodelle der Menschen zu integrieren. Es wird einfach keine Rücksicht genommen, weil offensichtliche Probleme nicht sofort auftreten. So ist es meiner Meinung auch mit dem Thema der Integration von Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in anderen Ländern, als ihren Geburtsländern gefunden haben.

Speziell gefällt mir auch, dass durch die Abhaltung dieser Clubs die technische Kompetenz der Teilnehmer erhöht wird. Das geschieht ohne großen Aufwand. Denn wie auch bei mir, fehlt es oft nur an kleinen Hilfestellungen, die großes bewirken.

Einer der wirklich sehr aufschlussreichen Punkte des Artikels war auch, dass es Kindern anfänglich noch schwer gefallen ist, in Diskussionen ihren Standpunkt gegenüber den Erwachsenen zu vertreten. Die Forscher reagierten mit speziellen „Anfangs-„ und „Abschlussrunden“, in denen auch die jüngeren Moderieren durften. Eine kluge Kombination, die auch dem jungen Auditorium Stimme verlieh. Alles in allem eine sehr interessanter Artikel der viel Potential in sich birgt. Ich würde mir wünschen, dass es öfters zu solchen Projekten kommt. Das hier ein Verständnis entsteht, Integration auf allen Ebenen walten zu lassen. Das wir in Zukunft fähig sind, unsere Kultur nicht als etwas Statisches und unveränderbares zu sehen, sondern als einen Prozess des ständigen Veränderns. Wie heißt es so vielsagend: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“. Das muss aber auch gelebt, zugelassen und erlebt werden. Über Integration zu reden ist die eine Seite, Integration zu leben ist zum Beispiel die Errichtung von vielen come_IN-Computer-Clubs mit den unterschiedlichsten Themen und Zielvorstellungen.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!
Christine

1 Kommentar:

  1. Hallo Christine,

    deine Reflexion gefällt mir sehr gut. Ich habe das gleiche Thema gewählt und finde es interessant auch eine Sichtweise von jemand anderem zu sehen. Das regt mich auch gleich wieder zum Nachdenken an :)

    Liebe Grüße Melissa

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